Bodenlebewesen (Edaphon)

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Gesamtheit der im Boden lebenden Organismen, zusammengesetzt aus

Bodenflora:

Bakterien,
Pilze,
Algen,
unterirdische Pflanzenorgane

 

Bodenfauna:
Protozoen,
Nematoden,
Mollusken (Weichtiere),
Anneliden (Ringelwürmer),
Arthropoden

Einteilung der Organismen in Böden nach der Körpergröße:
Mikroflora
Mikrofauna
Mesofauna
Makrofauna

Mikroflora und Mikrofauna = Mikroorganismen
Oberirdische Pflanzenteile sind Produzenten der organischen Substanz (durch
Photosyntheseleistung)
viele Bodentiere sind Konsumenten (Verbraucher) der Pflanzenmasse
Mikroorganismen und einige Kleintiere sind Reduzenten (Zersetzer oder Destruenten),
die organisches Material weiterverwerten und zu anorganischen Endprodukten
umwandeln (= Mineralisierung)
aus diesem Stoffkreislauf gewinnen Organismen Energie und Baustoffe für den
Körperaufbau


Lebenweise und Funktion der Organismen in Böden

Ernährungsweise der Bodenorganismen
Energie- und Nährstoffquelle nötig
phototroph: Strahlungs- (Licht)Energie als Energiequelle
chemotroph: Energie aus der Oxidation von chemischen Sfoffen
(C-)autotroph: Kohlenstoff aus anorganischen Quellen
heterotroph: Kohlenstoff aus organischen Verbindungen

 


4 Grundernährungstypen
Photoautotrophe Organismen
Licht als Energiequelle, CO2 als C-Quelle; höhere Pflanzen (oberird. Teile), Algen, Cyanobakterien
photoautotrophe Bakterien im Boden unbedeutend

Photoheterotrophe Organismen
Energie aus Sonnenlicht, C aus org. Substanzen, im Boden unbedeutend

Chemoautotrophe Organismen
Energie aus Oxidation anorg. Verbindungen, CO2 als C-Quelle wichtige spezialisierte Bodenbakterien, z.B. Nitrifizierer (NH4+, NO2- Oxidation), S-Oxidation durch Thiobacillus

Chemoheterotrophe Organismen
organische Verbindungen als Energie- und C-Quelle alle Tiere (incl. Protozoen), alle Pilze, die meisten Bakterien, unterird. Pflanzenorgane Mikrobielles Wachstum

Unterscheidung zwischen:
autochthonen Bodenorganismen (Populationen)

an niedriges Nährstoffangebot angepaßt, bei niedrigem Nährstoffangebot kompetitiver als andere Populationen, immer im Boden gegenwärtig, wachsen bei pötzlichem Nährstoffangebot rasch
gehen bei Nährstoffentzug rasch sofort in Ruhestadium überdauern lange

zymogene Bodenorganismen (Populationen)

 


Bakterien

Vier Gruppen:
Myxobakterien
Actinomyceten
Cyanobakterien
Eubakterien
Myxobakterien


Actinomyceten („Strahlenpilze“)

 


Cyanobakterien (Blaualgen)

Eubakterien

Pilze

 


Algen

Bodentiere Protozoen
eukaryotische Bodentiere
3 Gruppen:

 


Nematoden (Fadenwürmer)

Anneliden (Ringelwürmer)
2 wichtige Gruppen:
Enchyträen: weiße/durchscheinende Würmer, kleiner als Lumbriciden; besonders in Waldböden; wesentlich geringere Biomasse als Regenwürmer
Lumbriciden (Regenwürmer)

3 Kategorien nach Lebensform:
Facts:


Lebensraum der Bodenorganismen
abhängig von verschiedenen Faktoren
Zugänglichkeit bestimmter Bereiche des Bodens für Organismen abhängig von Körpergröße Nährstoffangebot; Wassergehalt, pH-Wert im Boden, Bodenklima