Der Regenwurm

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Zugeordnet wird der im feuchten Erdboden lebende Regenwurm der Familie der Ringelwürmer. Er ist wegen seiner Bodenumarbeitung für den Gartenbau und die Landwirtschaft von großer Bedeutung. Der Regenwurm, Quelle MS Encarta

Eine irreführende Bezeichnung
Der Name "Regen-Wurm" ist an sich eine irreführende Bezeichnung für den nützlichen "Boden-Erd-Wurm". Die Bezeichnung geht auf die Beobachtung zurück, dass Regenwürmer besonders nach starken Niederschlägen sehr oft in größerer Zahl, auf der Bodenoberfläche, auf Wegen und Straßen feststellbar sind. Daraus schlussfolgerte man, dass die Wurmgänge bei Regen überflutet werden und der Regenwurm wegen Sauerstoffmangel oder Erstickungsgefahr an die Erdoberfläche kommt. Für diese Ansicht spricht die Tatsache, dass durch ins Erdreich einsickerndes Wasser und mikrobiologischer Vorgänge, das Wasser einen Teil seines Sauerstoffgehalts verliert. Da der Regenwurm jedoch keine Lunge besitzt, sondern über eine Hautatmung verfügt, die es ihm erlaubt, den im Wasser gelösten Sauerstoff auch in kleinsten Teilen mit der Körperoberfläche aufzunehmen, kann der Regenwurm jedoch nicht ertrinken und wohl auch nicht ersticken.
Es gibt Biologen, die dieses Phänomen zum Teil auch auf den großen "Populationsdruck" zurückführen. Bis heute ist allerdings immer noch nicht nachgewiesen, was diese Massenwanderung der Regenwürmer, vor allem im Frühjahr, auslöst.


Wissenswertes
Nach vorsichtigen Schätzungen soll es mehr als 3000 verschiedene Regenwurmarten geben, die in etwa 18 Familiengruppen unterteilt werden. Davon kommen nur etwa 39 Arten in Deutschland vor. Sie werden den Lubriciden, der Familie der Oligochäten, zugerechnet. Die am häufigsten vorkommende Art ist "Allolobophora caliginosa, A. rosea und Lumbricus terrestris".
Einige Arten kann man z.B. in den Anden in einer Höhe von 4500 m antreffen. Andere dagegen hausen am Grunde von Seen und im Meer, in einer Tiefe bis zu 2400 m. Die bekannteste Gattung ist der rund 25 cm lange, rötlichbraune Regenwurm. Man findet ihn überall im Erdreich. Selbst innerhalb der einzelnen Arten gibt es viele Abweichungen. So gibt es eine Art, die nur 2.5 cm lang werden soll. Eine australische Wurmart erreicht dagegen die stattliche Länge von 1 bis 1,5 m. In den Tropen kommen sogar Riesenformen vor, die über zwei Meter lang werden und die Daumenstärke einer Männerhand erreichen können. Bie starker Dehnung sind diese Regenwürmer sogar 3 bis 3,7 m lang. Neben den rötlichbraunen Regenwürmern gibt es auch grüne, gelbe, blaue, violette und grauweiße. Einige Arten besitzen aber kein Pigment.


Eine unglaubliche Vielfalt
Immer wieder wird von der Entdeckung neuer, bisher nicht bekannter Wurmarten berichtet. So entdeckte man im Jahre 1979 einen im Pazifik lebenden Riesenwurm. Er lebt am Grunde des Meeres in etwa 2400 m Tiefe in 3 m langen, selbstgebauten Röhren. Wissenschattler bezeichnen seine Anatomie als so ungewöhnlich, daß dieser Riesenwurm möglicherweise zu einer vollkommen neuen Unterabteilung des Tierreiches gehören könnte. Der entdeckte Riesenwurm hat z.B. keinen Mund und keine Augen. Ein Mitglied des "Kuratoriums von der Smithsonian Instutition" erklärte, "daß es für einige Teile des Nervensystems dieses eigentümlichen Wurmes im ganzen Tierreich nichts vergleichbares gib". Die langen Röhren, in denen das Tier lebt, bildet es schichtweise durch eigene Absonderungen. Diese Substanz soll so widerstandsfähig sein, daß sie sogar eine Rasierklinge stumpf macht. Ouelle: EW 8. 9. 79.
In Kolumbien gibt es Regenwürmer, die größer sind als unsere heimischen (europ.) Schlangenarten. Künstler aus der Zeit vor Kolumbus bildeten diese Riesenregenwürmer auf Töpferwaren ab. 1956 begann man die Suche nach ihnen. Schließlich entdeckte man sie auf dem Páramo, einer kahlen Hochebene der Anden. Im Südwesten Kolumbiens, in der Nähe der Stadt Papayán. Manche dieser Regenwürmer waren bis zu anderthalb Meter lang und hatten einen Durchmesser von fünf Zentimetern. Sie erscheinen schwarz, sind in Wirklichkeit aber dunkelblau und dunkelgrün. Diese riesigen 1 Würmer gibt es allerdings nur im Gebirge, in Höhen zwischen 3900 und 4300 m, oberhalb der Laubwaldgrenze, doch unterhalb der Schneegrenze dieser Breiten. Oft findet man die Riesenwürmer entlang des Weges, direkt unter der Erdobertläche. Das heißt aber nicht daß es einfach wäre, sie aus dem Boden zu holen. Bevor man den Wurm unversehrt aus der Erde bekommen kann, muß man über die Hälfte seiner stattlichen Länge ausgraben, was gar nicht so enfach ist.


Alter und Entwicklung
Über das Alter des Boden-Erdwurms wurden schon viele Mutmaßungen angestellt. Mit Gewissheit kann man sagen, daß der Regenwurm zu den ältesten Tiergattungen überhaupt zählt. Da er von den Abfallprodukten der Natur lebt, kann es ihn erst geben, seitdem die Vegetation existiert.

Ein raffiniert gebauter Schlauch
Einfach beschrieben besteht der Regenwurm aus zwei ineinander gesteckten Schläuchen: den Hautmuskelschlauch mit seinen Längs- und Ringmuskeln und dem Darmkanal. Betrachtet man den durchschnittlich nur 5 Gramm schweren gewöhnlichen Regenwurm einmal etwas genauer, so erkennt man deutlich die etwa 60 bis 200 zylindrisch angeordnete Segmente. Der tropische Regenwurm besitzt dagegen bis zu 600. Gehen einige dieser Segmente verloren, regeneriert sich die Regenwurm. Diese Regenerationsfähigkeit ist allerdings begrenzt. So kann man keinen Regenwurm in zwei Teile zerschneiden und erwarten, dass sich aus jedem Teil ein neuer Wurm bildet. Nur das Vorderteil, einschließlich Clitellum, kann den hinteren Teil wieder ergänzen; alle anderen Teile sterben ab.
Jedes Segment, mit Ausnahme des ersten und des letzten, ist mit vier Borstenpaaren versehen. Mit diesen Borsten verankert sich der Wurm am Boden, durch den er sich hindurchfrißt. Seine Längsmuskeln ermöglichen es ihm, sich zusammenzuziehen oder auszudehnen. Mit den Ringmuskeln vermag er seinen röhrenförmigen Körper dünner oder dicker zu machen.


Seine Lebensweise
Der Regenwurm lebt unter der Erde in Röhren und frisst sich durch das Erdreich. Die Gänge, die er dabei baut, erreichen eine beachtliche Tiefe. So wird aus den Steppengebieten des südlichen Ural berichtet, dass z.B. der "Allolobophora mariupolensis" seine Gänge bis zum Grundwasserspiegel anlegt. Das ist eine Tiefe von etwa acht Metern!
In unseren Breiten erreichen Regenwurmgänge jedoch selten mehr als 1,5 bis 3,0 m Tiefe. Günstige Lebensbedingungen findet der Regenwurm vor, wenn der Boden reich" an zerfallenen organischen und anorganischen Stoffen und vor allem feucht ist. Daher sollte der Gartenboden vor allem mit Kompost bestellt werden. Gegen extreme Kälte sind Regenwürmer unserer Breiten sehr empfindlich. Sie überdauern die kalte Jahreszeit in einer Art "Winterschlaf". Dazu stellen sie ihre Nahrungsaufnahme für mehrere Monate ein und ziehen sich in ihre Erdröhre zurück, die sie vorsorglich mit einer dicken Schicht Kot auskleiden. Erst dann kringeln sie sich spiralförmig zusammen und stecken ihr Vorderende in die obere Öffnung der Spirale. Anschließend fallen sie in einen tiefen Starrezustand, aus dem sie im Frühjahr rechtzeitig wieder erwachen. Während ihres Winterschlafes verlieren Regenwürmer bis zu 50% ihres Körpergewichts, das zu 90% aus Wasser besteht.


Seine Nahrung
Obwohl Regenwürmer "Allesfresser" sind, ernähren sie sich überwiegend von den Abfallprodukten der Natur. Das meiste, was er braucht, findet er in der Nähe seines Erdlochs. Weitere Nahrung gewinnt er, indem er sich durch die Erde frisst. Dabei arbeitet sein Mund wie eine Saugpumpe: er nimmt alles auf, was ihm in die Quere kommt. Da Regenwürmer keine Zähne besitzen und nur abgestorbene Pflanzenteile verwerten, ist die immer noch sehr verbreitete Ansicht falsch, Regenwürmer würden Pflanzenwurzeln fressen. Tatsächlich ernährt sich der Regenwurm nur von toten Pflanzenteilen, die bereits von Mikroben besiedelt sind.
Die von der Mundöffnung aufgenommene Nahrung passiert den Schlund des Wurmes, bis sie zu einem kropfartig erweiterten Teil des Schlundes, den Muskelmagen, gelangt. Dieser ist mit einer zähen Haut ausgekleidet und enthält feine, harte Körner, zwischen denen der Sand und die Nahrungsbrocken zerrieben werden. Ein Verdauungssaft, der von Drüsen abgesondert wird, verwandelt die so aufgenommene Erde in einen "Speisebrei", der schließlich in den Darmabschnitt gelangt und hier verdaut wird. Die unverdaute "Sand-Erdpaste" dagegen durchwandert den Darm und verlässt den After als weiche klebrige Masse. Allerdings mit dem Unterschied, dass dieser Auswurf wertvoller ist als die vergleichbar beste Gartenerde. Regenwurmkot enthält alle Nährstoffe, die die Pflanze für ihren Aufbau benötigt. Die Zeitschritt "Der Naturarzt" enthielt in Ihrer Ausgabe vom Juni 1974 eine Studie die zeigte, dass Regenwurmexkremente das Vielfache an Kernnährstoffen enthalten, wie vergleichbar beste Gartenerde.


Regenwurmexkremente im Vergleich zu bester Gartenerde enthalten:

Außerdem sind sechs bis siebenmal mehr Strahlenpilze festzustellen, nachdem die Erde den Darm des Regenwurmes passiert hat. Regenwürmer können zwar nicht die Gesamtmenge der Pflanzennährstoffe im Boden vergrößern, doch diese Nährstoffe konzentriert den Pflanzen zur Verfügung stellen.
Täglich bereitet der Regenwurm etwa die Hälfte seines Körpergewichts (0,4 bis 24 g, je nach Wurmart) an Humus. Seine Kottürmchen, die er sichtbar auf dem Erdboden aufrichtet, werden bis 5 cm hoch. Durch ihren hohen Tongehalt beeinflussen Regenwurmexkremente entscheidend den Wasserhaushalt des Bodens positiv.

Durch Einspeicheln und Benetzen mit Darmsekret werden Zellulose, Stärke und Eiweißbestandteile fermentativ erweicht. Ist die Zersetzung der als Nahrung dienenden, nicht verholzten Blatteile soweit fortgeschritten, daß sie mit der muskulösen Mundöffnung abzulösen sind, kann beobachtet werden, wie die Würmer die Blätter regelrecht "abweiden".

Seine Lebensdauer

Über die Lebensdauer der Regenwürmer können nur Mutmaßungen angestellt werden. Je nach Art soll ihr Alter bei drei bis acht Jahren liegen. Genaue Angaben sind nur über Würmer möglich, die in Gefangenschaft gehalten werden. Sie werden natürlich wesentlich älter als die im Erdboden lebenden. Wahrscheinlich leben größere Vertreter dieser Tiergattung länger als kleinere Arten, da sie sich in die tieferen Bodenschichten zurückziehen können. Die Art "Eisenia foetida" gehört zu den kleinen Wurmarten und lebt ausschließlich in der oberen Bodenschicht. In Gefangenschaft erreicht sie ein Alter von annähernd 3 Jahren.


Schmerzempfindung

Es besteht unter Anglern die Ansicht, daß der Regenwurm am Angelhaken keinen Schmerz empfindet. Neueste Erkenntnisse schwedischer Wissenschaftler haben jedoch gezeigt, daß auch Würmer, ähnlich wie der Mensch und andere Tiere, chemische Stoffe erzeugen, die ihnen helfen, Schmerzen zu ertragen. Da bei den Regenwürmern diese Stoffe im Gehirn nachgewiesen worden sind, entsteht die Frage, ob die Regenwürmer Schmerzen empfinden oder nicht. Wahrscheinlich ist dies der Fall. Von welcher Art und welcher Intensität diese Schmerzen jedoch sind, wird sich wohl kaum exakt ergründen lassen.
Seine Feinde
Die Zahl der natürlichen Feinde des Regenwurms, abgesehen vom Menschen und der zunehmenden Bodenbelastung durch Schadstoffe, ist überaus groß. Zu den bedeutendsten Feinden zählen neben Staren, Drosseln und Krähen, auch Molche, Kröten, Maulwürfe, Tausendfüßler und andere Käferarten. Selbst auf dem Speisezettel bestimmter Schneckenarten scheint der Regenwurm hoch im Kurs zu stehen. So konnte ich selbst einmal beobachten, wie eine Nacktschnecke einem Regenwurm "nachstellte", indem sie sich am Vorderteil seines Körpers festsog und ihn dann "verzehrte". Zu den schlimmsten Feinden zählen jedoch die Parasiten, wie Fliegenlarven. Auch die "Diphtere", eine Larve, die als Schmarotzer im Wurm lebt, stellt eine tödliche Gefahr dar. Neben allen chemischen Schädlingsvertilgungsmitteln ist auch "Azeton" ein sehr gefährliches und sofort wirkendes Gift für den Regenwurm. Was den Würmern zusätzlich zu schaffen macht sind niedrige Temperaturen, große Hitze und Trockenheit. Deshalb sind Würmer auch selten im reinen Sandboden anzutreffen. Sie weichen in die tieferen Bodenschichten aus, die ihnen oft das ganze Jahr über ideale Lebensbedingungen bieten.


Kein Schädling
Noch im 18. und 19. Jahrhundert galt der Regenwurm als Bodenschädling. Bis heute sind einige dieser Vorurteile in der Volksmeinung erhalten geblieben. Man dachte sich die unglaublichsten Mittel aus, um den Regenwurm aus dem Boden zu vertreiben. Zufolge eingehender Forschung wissen wir heute, daß Regenwürmer von großer Bedeutung für den Erdboden und seine Lebensfähigkeit sind.
''In gesundem Gartenboden konnte man bis zu 300 Regenwurmgänge pro m² feststellen. Der bekannte Biologe Dröscher schätzte das Gesamtgewicht der Regenwurm-Biomasse in der Bundesrepublik Deutschland auf rund 25 Millionen Tonnen. Leider haben hohe Mineraldüngergaben und der Einsatz von Insektiziden und Herbiziden den Regenwurm heute selten werden lassen. Nicht schädlich, jedoch lästig, können Regenwürmer dann werden wenn sie in großer Zahl auftreten und die Wurzelentwicklung stören. Auch zahlreichen Schmarotzern und Parasiten, wie den Band- und Fadenwürmern, dient der Regenwurm als Wirtstier. Fadenwürmer sind ein gefährlicher Geflügelparasit.


Seine Bedeutung für die Bodenfruchtbarkeit
Als tüchtiger Verwalter des Erdbodens erfüllt der Regenwurm wichtige Aufgaben bei der Erhaltung des Lebens auf unserer Erde. Seiner unermüdliche Tätigkeit verdanken wir zu einem Großteil die Fruchtbarkeit des Bodens. In einem Jahr sieben Regenwürmer, die auf einem Hektar Boden leben, schätzungsweise 20 Tonnen Erde durch ihren Körper und reichern so die Erde mit Stoffen an, die die Pflanzen für ein optimales Wachstum benötigen.
Man könnte den Regenwurm mit einem Koch vergleichen, der das Essen zubereitet. Er zerlegt die komplizierten Stoffe der Erde und bereitet sie dann so zu, daß sie durch die Pflanzen leicht aufgenommen werden können. Besonders im Frühjahr und Herbst bearbeiten Regenwürmer Tag und Nacht den Boden. Dabei lockern sie die Bodenbestandteile auf, vermengen sie und reichern auf diese Weise durch ihren Auswurf das Erdreich an. Dieser komplizierte Umwandlungsprozeß trägt ganz wesentlich zur Fruchtbarkeit des Bodens bei.
In Experimenten konnte nachgewiesen werden, daß die Volumenzunahme an Humusstoffen durch Regenwurmkot bei wenigstens 27 % liegt (Dr. H. Füller). Zusätzlich neutralisiert Regenwurmkot den Boden. Doch auch für die Welt der wichtigen und zahllosen Bodenorganismen spielt der Regenwurm eine entscheidende Rolle. So soll der Zuwachs an aeroben Bakterien im Regenwurmkot, je nach Bodenart, um 91 bis 900 % ! betragen. Durch die Gänge, die sich der Regenwurm unermüdlich gräbt, wird auch die Luft- und Wasserzufuhr des Bodens gefördert. Und selbst noch nach ihrem Tode beeinflussen Regenwürmer die Bodenbeschaffenheit; denn bei ihrer Zersetzung werden Stickstoffverbindungen frei, die den Boden düngen.


Sein Beitrag zum Umweltschutz
Nicht nur für den Regenwurm ist die Zusammensetzung der Erde, in der er lebt, von entscheidender Bedeutung. In Zeiten zunehmender Umweltbelastung stellen vor allem die Schwermetallverbindungen im Erdboden für den Regenwurm, aber auch den Menschen, ein sehr ernstes Problem dar. Regenwürmer speichern diese Giftstoffe. Bei der Beurteilung der Schädlichkeit gewisser Pflanzenschutzmittel, leisten sie der wissenschaftlichen Forschung zum Nutzen des Menschen, unschätzbare Dienste. Und damit einen bedeutenden Beitrag zum Umweltschutz.

Intensive Bodennutzung
Im Herbst läßt sich am leichtesten feststellen, ob und wie stark ein Gartenboden mit Regenwürmern bevölkert ist. Je mehr Regenwürmer der erfahrene Gärtner zwischen den aufgeworfenen Erdschollen erblickt, um so zufriedener ist er. So, wie der Spannungsmesser bei einer Autobatterie, zeigen auch Regenwürmer ziemlich sicher den Ladezustand der "Bodenbatterie" an. Wurde sie während langer Jahre intensiver Gartennutzung buchstäblich "trockengefahren", fehlen auch die Regenwürmer. Sie meiden nämlich ausgelaugte, inaktive Böden. In humusreicher, lebendiger Erde fühlen sie sich dagegen sichtlich wohl.
Die Zahl der Regenwürmer kann sehr hoch sein, wenn folgende Regeln beachtet werden: organische Düngung und schonende Bodenbearbeitung. Auch durch eine natürliche Bodenbedeckung und Mulchen kann die Regenwurmtätigkeit gesteigert werden.